{"id":164,"date":"2026-07-29T10:55:15","date_gmt":"2026-07-29T10:55:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.ruedt.ch\/?p=164"},"modified":"2026-07-29T10:57:08","modified_gmt":"2026-07-29T10:57:08","slug":"der-japankaefer-in-der-schweiz-warum-dieser-kleine-kaefer-grosse-aufmerksamkeit-verdient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ruedt.ch\/?p=164","title":{"rendered":"Der Japank\u00e4fer in der Schweiz: Warum dieser kleine K\u00e4fer grosse Aufmerksamkeit verdient"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf den ersten Blick wirkt der Japank\u00e4fer unscheinbar. Mit einer Gr\u00f6sse von rund einem Zentimeter und seinem metallisch gr\u00fcn schimmernden K\u00f6rper f\u00e4llt er kaum auf. Doch der invasive Sch\u00e4dling kann erhebliche Sch\u00e4den in der Landwirtschaft, im Weinbau und in privaten G\u00e4rten verursachen. Deshalb geh\u00f6rt er zu den Arten, deren Ausbreitung in der Schweiz konsequent \u00fcberwacht und bek\u00e4mpft wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Sch\u00e4dling mit grossem Appetit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Japank\u00e4fer (<em>Popillia japonica<\/em>) stammt urspr\u00fcnglich aus Ostasien und hat sich in den vergangenen Jahren in Teilen Europas ausgebreitet. Das Problem: Er ist wenig w\u00e4hlerisch. Die ausgewachsenen K\u00e4fer fressen an den Bl\u00e4ttern, Bl\u00fcten und Fr\u00fcchten von mehr als 400 Pflanzenarten. Dazu z\u00e4hlen unter anderem:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Reben<\/li>\n\n\n\n<li>Obstb\u00e4ume<\/li>\n\n\n\n<li>Rosen<\/li>\n\n\n\n<li>Ahorn und andere Laubb\u00e4ume<\/li>\n\n\n\n<li>verschiedene Beeren- und Gem\u00fcsepflanzen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die K\u00e4fer oberirdisch Sch\u00e4den verursachen, leben ihre Larven im Boden. Dort ern\u00e4hren sie sich von Graswurzeln und k\u00f6nnen Rasenfl\u00e4chen sowie Wiesen stark sch\u00e4digen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Lage in der Schweiz<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Japank\u00e4fer wurde erstmals im Tessin nachgewiesen. Seither \u00fcberwachen Bund und Kantone seine Ausbreitung intensiv. Ziel ist es, neue Populationen m\u00f6glichst fr\u00fch zu erkennen und ihre weitere Verbreitung zu verhindern. Inzwischen wurden auch in weiteren Kantonen Befallsherde festgestellt, weshalb die \u00dcberwachung laufend ausgebaut wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4635-1024x724.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-166\" srcset=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4635-1024x724.png 1024w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4635-300x212.png 300w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4635-768x543.png 768w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4635.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders gef\u00e4hrdet sind Regionen mit intensivem Obst- und Weinbau sowie Gebiete entlang wichtiger Verkehrsachsen. Denn der K\u00e4fer legt weite Strecken h\u00e4ufig nicht aus eigener Kraft zur\u00fcck, sondern reist unbemerkt mit Fahrzeugen oder Transportg\u00fctern mit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wird der Japank\u00e4fer bek\u00e4mpft?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine zentrale Rolle spielen Lockstofffallen. Sie enthalten spezielle Duftstoffe, welche die K\u00e4fer anziehen. Die Fallen dienen in erster Linie der \u00dcberwachung und helfen den Beh\u00f6rden dabei, neue Befallsherde fr\u00fchzeitig zu entdecken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4641-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-167\" srcset=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4641-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4641-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4641-768x576.jpeg 768w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4641-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4641.jpeg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Werden K\u00e4fer nachgewiesen, kommen je nach Situation weitere Massnahmen zum Einsatz. Dazu geh\u00f6ren Einschr\u00e4nkungen beim Transport von Pflanzen oder Erde sowie gezielte Bek\u00e4mpfungsmassnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was tun bei einem Verdachtsfall?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer einen Japank\u00e4fer entdeckt, sollte ihn nicht einfach wieder fliegen lassen. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft empfiehlt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>den K\u00e4fer m\u00f6glichst einzufangen,<\/li>\n\n\n\n<li>ihn unsch\u00e4dlich zu machen,<\/li>\n\n\n\n<li>den Fund zu fotografieren und<\/li>\n\n\n\n<li>ihn dem zust\u00e4ndigen kantonalen Pflanzenschutzdienst zu melden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer aus einem Befallsgebiet \u2013 beispielsweise dem Tessin oder Norditalien \u2013 zur\u00fcckkehrt, sollte ausserdem Gep\u00e4ck und Fahrzeug kontrollieren. Der Japank\u00e4fer reist h\u00e4ufig als \u00abblinder Passagier\u00bb mit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsam die Ausbreitung eind\u00e4mmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Japank\u00e4fer mag klein sein \u2013 seine Auswirkungen k\u00f6nnen jedoch gross sein. Landwirtschaft, Weinbau, Gartenbau und \u00f6ffentliche Gr\u00fcnanlagen sind gleichermassen betroffen. Umso wichtiger ist es, die Bev\u00f6lkerung zu sensibilisieren und verd\u00e4chtige Funde ernst zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Je fr\u00fcher neue Vorkommen entdeckt werden, desto gr\u00f6sser sind die Chancen, die Ausbreitung dieses invasiven Sch\u00e4dlings einzud\u00e4mmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausf\u00fchrliche Informationen zur aktuellen Situation, zu den Befallsgebieten sowie zur Erkennung und Bek\u00e4mpfung des Japank\u00e4fers stellt das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) bereit:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.blw.admin.ch\/de\/japankaefer-aktuelle-situation\">https:\/\/www.blw.admin.ch\/de\/japankaefer-aktuelle-situation<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Gefahr f\u00fcr Obst- und Weinbau: der Japank\u00e4fer erobert die Schweiz\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/01cXkRCPgV8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick wirkt der Japank\u00e4fer unscheinbar. 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