{"id":85,"date":"2018-11-13T13:07:00","date_gmt":"2018-11-13T13:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.ruedt.ch\/?p=85"},"modified":"2025-03-21T13:11:51","modified_gmt":"2025-03-21T13:11:51","slug":"fuenf-unangenehme-dinge-die-du-auf-einer-kreuzfahrt-erlebst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.ruedt.ch\/?p=85","title":{"rendered":"F\u00fcnf unangenehme Dinge, die Du auf einer Kreuzfahrt erlebst"},"content":{"rendered":"\n<p>Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff &#8211; das ist wie Ferien in einem All-Inclusive-Hotel, das jeden Tag an einem neuen Ort steht. Wer seine Ferien so verbringt, muss aber auch unangenehme Situationen in Kauf nehmen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading is-style-text-subtitle\">1. Zu viele Touristen am selben Ort<\/h3>\n\n\n\n<p>Wo immer man mit einem Kreuzfahrtschiff ankommt, sind nat\u00fcrlich auch die anderen 2000 oder noch mehr G\u00e4ste, welche die selbe Reise gebucht haben: Das Problem akzentuiert sich, wenn man an popul\u00e4ren Destinationen im Mittelmeer unterwegs ist, an denen t\u00e4glich mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig anlegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das f\u00fchrt dazu, dass malerische K\u00fcstenorte wie Dubrovnik und Santorini (Bild), aber auch Athen und Barcelona zu gewissen Zeiten von Touristen regelrecht \u00fcberschwemmt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Egal ob man sich in einer Gruppe bewegt oder diese auf individueller Entdeckungsreise (unweigerlich) kreuzt: Man merkt, dass man Teil des Ph\u00e4nomens Massentourismus ist, und wer will sich das schon eingestehen? Denn dieses Ph\u00e4nomen f\u00fchrt unweigerlich zu Punkt 2:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading is-style-text-subtitle\">2. Unwillkommen sein am Ort, den man besucht<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"310\" height=\"320\" src=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_6809.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-87\" srcset=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_6809.jpg 310w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_6809-291x300.jpg 291w\" sizes=\"auto, (max-width: 310px) 100vw, 310px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In Venedig und Barcelona ist es bereits zu Demonstrationen an H\u00e4fen gekommen; die Chance, dass man damit konfrontiert wird, ist aber relativ gering. Anwohner von beliebten Kreuzfahrth\u00e4fen finden aber auch andere M\u00f6glichkeiten, ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen: &#8222;Tourist Invasion Go Home&#8220; schreibt etwa ein Anwohner des ber\u00fchmten Marktes an der Ramblas in Barcelona auf ein Schild, das er an seinem Balkon aufh\u00e4ngt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstredend auch hier, dass die Frage auftaucht, ob man wirklich Teil des sogenannten &#8222;overtourism&#8220; sein will.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading is-style-text-subtitle\">3. Halli-Galli an Bord<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"240\" src=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_9509.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-88\" srcset=\"https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_9509.jpg 320w, https:\/\/blog.ruedt.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/IMG_9509-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wer mit der Masse reist, kann sich der Masse auch nicht entziehen. Das wird sp\u00e4testens dann klar, wenn im Speisesaal die Musik angeht, die Kellner die G\u00e4ste zur Polonaise (Bild) anstacheln und ihre Tanz- und Gesangsk\u00fcnste zum Besten geben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Ph\u00e4nomen geh\u00f6rt genau so zu einer Kreuzfahrt wie die Tango-Tanzstunden auf dem Oberdeck, die Bingo-Veranstaltungen oder die Fitness-Stunden im Pool.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend man sich den Aktivit\u00e4ten w\u00e4hrend dem Essen kaum entziehen kann, ist es den G\u00e4sten in anderen Situationen immerhin m\u00f6glich, sich bei Beginn der anderen Aktivit\u00e4ten in einer ruhigere Ecke des Schiffes zu verziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading is-style-text-subtitle\">4. Die Bewertung des Personals<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn man etwas auf einen Kreuzfahrtschiff nie antrifft, dann ist das unfreundliches Personal. Egal wie lange die Schichten sind, die Kellner und das Kabinenpersonal sind dienstbeflissen, freundlich und verziehen auch bei unfreundlicher Behandlung nie eine Miene.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hat einen einfachen Grund: Die G\u00e4ste bewerten am Schluss ihrer Reise das Personal, und wer nicht durchgehend positiv bewertet wird, hat Lohneinbussen oder verliert seinen Job.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend m\u00fcssen sich die Angestellten dazu erniedrigen, diesen Umstand den G\u00e4sten klar zu machen, wenn sie ihnen (mit eine L\u00e4cheln auf dem Gesicht) den Bewertungsbogen austeilen. Da dies zu einem Zeitpunkt geschieht, an dem man schon weiss, wie viel diese Menschen arbeiten, wie viele Kinder sie zu Hause gelassen haben und wie tief ihr Lohn ist, wird auch dieses Ritual zu einer sehr unangenehmen Situation.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading is-style-text-subtitle\">5. Die ewige Knipserei<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Einschiffen, bei der Ankunft an einem Hafen, beim Tanzen, beim Essen &#8211; es gibt kaum einen Moment, in dem man nicht von einem dem zahlreichen Bord-Fotografen abgelichtet wird, wenn man sich nicht aktiv dagegen wehrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee, dass man professionelle Bilder von sich anfertigen l\u00e4sst ist nicht per se schlecht. Nervig ist die Kadenz und die Wucherpreise, die f\u00fcr die Bilder verlangt werden. Ein einziges Foto (das es oft nur als Druck, nicht aber als elektronische Datei gibt), kostet schnell mal 10 Euro und mehr. Und selbst wer mehrere Bilder mit entsprechendem Rabatt erstehen will, muss noch tief in die Tasche greifen. Und wenn man sich dann entscheidet, dass das viel zu teuer ist, realisiert man: als Pauschal-Reisender ist man knauserig. Und auch das ist eine unangenehme Erkenntnis.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reisen auf einem Kreuzfahrtschiff &#8211; das ist wie Ferien in einem All-Inclusive-Hotel, das jeden Tag an einem neuen Ort steht. Wer seine Ferien so verbringt, muss aber auch unangenehme Situationen in Kauf nehmen: 1. 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