Wenn der Haferkeks zum Gesundheitsrisiko wird – ein Selbsttest mit der App Yuka

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„Hast du mich gefragt, ob du ein bisschen von diesem Keks haben kannst? Leider nein.“
So begann ein eigentlich harmloser Snackmoment – und endete in einer kleinen Recherche über Zusatzstoffe, Apps und die Frage, wie gesund vermeintlich „natürliche“ Produkte wirklich sind.

Der betroffene Keks: Ein Kafferep Haferkeks mit Schokolade von IKEA. Das klingt nach Hafer, nach Schokolade, nach Rainforest Alliance Certified – also nach einem Produkt, das zumindest ein bisschen gesund oder nachhaltig wirken könnte.

Doch ein kurzer Scan mit der App Yuka, die Lebensmittel nach Nährwert, Zusatzstoffen und schädlichen Inhaltsstoffen beurteilt, hat mich ehrlich gesagt erschreckt.


0 von 100 Punkten – wie schlecht kann ein Keks eigentlich sein?

Als Yuka den Strichcode erfasst hatte, erschien die Bewertung:
0 von 100 Punkten. Rot. Schlecht.

Natürlich: Kekse enthalten Zucker und Fett. Das überrascht nicht.
Doch Yuka zeigte zusätzlich sechs Zusatzstoffe, davon zwei als riskant eingestuft.

Und genau hier wurde es spannend – und unappetitlich.


Riskanter Zusatzstoff Nr. 1: Diphosphate (E450)

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Laut Yuka enthalten die Kekse Diphosphate, ein Zusatzstoff mit potenziellen Auswirkungen:

  • Kann die Knochenmineralisierung stören
  • Belastet möglicherweise die Nieren
  • Könnte das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen
  • Wird teilweise mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko in Verbindung gebracht

Yuka weist darauf hin, dass die allgemeine Phosphoraufnahme ohnehin über den Empfehlungen liegt – zusätzliche Mengen durch Zusatzstoffe seien deshalb problematisch.


Riskanter Zusatzstoff Nr. 2: Mono- und Diglyceride von Fettsäuren (E471)

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Dieser Zusatzstoff sorgt dafür, dass Produkte die gewünschte Konsistenz bekommen.
Yuka listet jedoch potenzielle Risiken:

  • Verdacht auf krebserregende Wirkung
  • Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Möglichkeit, die Darmflora zu stören
  • Dadurch möglicher Einfluss auf Autoimmun- und allergische Erkrankungen
  • Risiko für chronische Entzündungen

Solche Formulierungen lassen aufhorchen – und den Keks weniger harmlos wirken.


Wie verlässlich sind diese Angaben?

Yuka zieht seine Informationen aus wissenschaftlichen Studien zusammen, bewertet sie aber selbst.
Ich habe die Daten nicht unabhängig überprüft.
Aber die App ist transparent, weist Quellen aus und zeigt verständlich auf, warum ein Produkt eine bestimmte Bewertung erhält.

Und ganz ehrlich: Die Details zu den Zusatzstoffen haben meine Lust auf den Keks schlagartig verringert.


Fazit: Schmeckt gut – aber fühlt sich nach diesem Scan nicht mehr gut an

Die Haferkekse von IKEA sind geschmacklich fein, keine Frage.
Doch die Kombination aus hohem Fett- und Zuckergehalt und den bedenklichen Zusatzstoffen hinterlässt einen schalen Nachgeschmack – auch ohne hinein­zubeißen.

Ob man Yuka blind vertraut oder ihre Einschätzungen als Orientierung nutzt, bleibt jedem selbst überlassen.

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